Jörn Arnecke
Butterfly Blues
Auftragswerk der Hamburgischen Staatsoper, Uraufführung
Nach einem Text von Henning Mankell
Premiere: 8. April 2004
Musikalische Leitung: Boris Schäfer
Regie: Christoph von Bernuth
Bühne und Kostüme: Oliver Helf
Sänger: Ingrid Frøseth, Tamara Gura, Christoph Pohl, Wilhelm Schwinghammer
Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg

© Matthias Baus


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© Matthias Baus
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Die Welt
Regisseur Christoph von Bernuth und sein genialischer Bühnen- und Kostümbildner Oliver Helf stilisieren, wo möglich - sie werden konkret, wo nötig. Bernuth erfindet eine Gestensprache, typisiert und stark wie bei Wilson. Ana und Sara mit schwarz geschminkten Gesichtern - eine schlichte Setzung, die wie ein demonstratives Zeichen wirkt: Zwei weiße Darstellerinnen - Fremdsein kann uns alle treffen. (kra) [Die Welt]

Neue Musikzeitung
Die Inszenierung Christoph von Bernuths imaginiert gemeinsam mit dem Bühnenbild Oliver Helfs eine Art abstrakter Straße ohne Wiederkehr: Der Weg erreicht nicht das Ziel, bricht abrupt ab, ist selbst auch nicht: das Ziel. Weil es keines mehr gibt. Die beiden Frauen stürzen ins Bodenlose (...) Junge Sänger aus dem Opernstudio tragen die Aufführung mit ihrem Engagement und ihrer Intensität, Ingrid Froeseth als Ana und Tamara Gura als Sara an der Spitze. (...) Der Instrumentalklang verbindet sich mit den Aktionen auf der Bühne in der Opera stabile zu einem geschlossenen Raum-Klang-Theater, das eine autonome ästhetische Qualität gewinnt. (G. Rohde)

Taz
Klar und eindrücklich inszeniert Regisseur Christoph von Bernuth die Handlung nach der Vorlage von Henning Mankell. So, dass man darüber die Musik ein ums andere Mal vergisst. (C. Schön)

Hamburger Abendblatt
Sicher ist hier nichts, weder die Charaktere vor den ungemilderten Umständen noch der schwankende Boden der Tatsachen, auf dem sie sich bewegen. Schwarz und Weiß, die Extreme in Christoph von Bernuths auf engem Raum zusammengepferchter Inszenierung, verallgemeinern und abstrahieren. (J. Mischke)

Das Opernglas
Spannender und klarer in der Konzeption war die nachfolgende Uraufführung: (...)
Regisseur Christoph von Bernuth gab dem Werk einen überzeugenden Rahmen, angemessen wirkungsvoll unterstützt durch Oliver Helfs sparsam-prägnante Ausstattung. Boris Schäfer führte die Musiker sicher durch die Partitur, die von Beginn an mit unaufhaltsamer Stringenz auf den Höhepunkt führt. (S. Martens/G. Helbig)