Georg Friedrich Händel
Duello amoroso
Innsbrucker Festwochen
Premiere: 25. August 2014
Musikalische Leitung: Attilio Cremonesi
Regie und Konzept: Christoph von Bernuth
Sänger: Sophie Junker (Sopran), Tai Oney (Countertenor), Marcell Bakonyi (Bassbariton)
La Cetra
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
© Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen
Tiroler Tageszeitung
Die Liebe, ein heißes Duell
Ambras - Wie die Liebe doch das Leben verkompliziert! Die heutzutage mit der Liebe verbundenen Komplikationen kommen - verglichen mit jenen aus den Opern und Kantaten eines Georg Friedrich Händel - Problemchen gleich. Da wird die Liebe zum Duell oder geht einher mit Eifersucht, Zorn, Rache, Mordlust und Gewalt. Zu allem Überfluss ziehen auch noch Götter und Nymphen im Hintergrund die Fäden.
Im Rahmen der Innsbrucker Festwochen luden die Sopranistin Sophie Junker, der Countertenor Tai Oney und der Bassist Marcell Bakonyi zur Reise in die Liebeshölle, auch Arkadien genannt, zum "Duello amoroso", auf Schloss Ambras. Ein Pasticcio, halbszenisch aufgeführt mit Szenen, Arien und Instrumentalstücken unter anderem aus den Kantaten "Duello amoroso", "Apollo e Dafne", "Aci, Galatea e Polifemo" und "Alpestre monte", zusammengestellt vom musikalischen Leiter Attilio Cremonesi unter der Regie von Christoph von Bernuth, führte vor Augen, wie leicht die Liebe in Zeiten von Eheberatung doch funktionieren müsste. Alle Hinwendung galt also nicht Liebestatsachen, sondern den in wunderbare Melodien gefassten, mit Gestaltungsfinessen und barocker Affektkunst ausgestatteten, von klangfarblichen Schönheiten durchdrungenen Gefühlsdarstellungen. Die Vokalisten und das solistisch besetzte, subtil wie lustvoll aufspielende Ensemble La Cetra machten aus den ursprünglich als aristokratisches Vergnügen gedachten Werken ein gar weltliches.
Der glockenhelle und höchst bewegliche Sopran der jungen Belgierin passt wunderbar zu jener Amarilli, die in der Duettkantate "Il duello amoroso" gleichermaßen leidend wie unerbittlich den zudringlichen Daliso und Polifemo Mores lehrt. Tai Oney, Countertenor, meist klar fokussiert und voller Schmelz, beweglich leicht - Amarilli und die Zuseher mussten ihm verfallen. Viel Sinn für intelligente Deklamation war auch in die volle Stimme des ungarischen Bassisten Marcell Bakonyi gelegt, (...) Christoph von Bernuths Regie sprach eindeutig klare Worte in einem geradezu interpretationsfreien Raum. Das Dramolett in die frivolen 20er-Jahre verlegt, ist Daliso dümmlich naiv, Amarilli anmutig kokett, Polifemo ein Wüstling - keine Zwischentöne. Und wenn Amarilli das zarteste aller Liebeslieder singt und dabei Zeitung liest, oder nachdem sie niedergestochen wurde fröhlich weitersingt, dann ist das logisch, so logisch wie die meisten Opern. Die Zuseher hatten Spaß und eine exzellente musikalische Unterhaltung, was will man mehr? (Markus Hauser)

Classica
1685, le chiffre porte-bonheur d'Innsbruck
Entre-deux-guerres, toujours, la transposition habile de Christoph von Bernuth, "Duello amoroso", d'après des oeuvres (cantates et sérénades) de Haendel: la superbe salle espagnole du château d'Ambras, offre un écrin de rêve à un excellent trio de jeunes chanteurs où on pointera le baryton-basse hongrois Marcell Balkonyi, (...), Al Capone d'une étonnante maîtrise dans ce pasticcio recyclant les airs si difficile de Polyphème. (Classica octobre, Jérémie Bigorie)

Kronenzeitung
Ein spritzig-farbiges Liebesduell
Zeitlos aktuelle amouröse Verwicklungen in einer Dreieckskonstellation, szenisch aufbereitet und musikalisch aus Kammerkantaten Georg Friedrich Händels arrangiert von Attilio Cremonesi: Das waren die Ingredienzen des amüsanten Liebesduells, das am Montagabend im Rahmen der Innsbrucker Festwochen den Spanischen Saal auf Schloss Ambras zur Bühne machte. (...) (Franz Gratl)