50 Jahre Ambraser Schlosskonzerte
Jubiläums-Gala
Innsbrucker Festwochen
Premiere: 09. Juli 2013
Musikalische Leitung: Bernhard Forck
Szenische Einrichtung: Christoph von Bernuth
Sänger: Raffaella Milanesi, Hagen Matzeit
Schauspielerin: Katrin Hansmeier
Akademie für Alte Musik Berlin






Tiroler Tageszeitung
Was Margarete alles erlauschte
Innsbruck- Da füllt sie anmutig, mit geduldig gesenktem Blick das zentrale Gemälde im Spanischen Saal auf Schloss Ambras, schaut lauschend auf die Bühne herab. Margarete von Görz-Tirol, die "Maultasch", überschrieb 1363 das Land Tirol an das habsburgische Österreich und in diesem Gedenken erklang vor 50 Jahren erstmals Alte Musik im Spanischen Saal. Ein Ereignis, aus dem die Ambraser Schlosskonzerte hervorgingen. Und so trat sie denn Dienstagnacht voller Erinnerungen dortselbst aus ihrem Bild als die Jubiläums-Gala zu Ehren ihres Schloss-Konzerte Gründers Otto Ulf begann. (...) Ein Kammerensemble der Akademie für Alte Musik Berlin unter Bernhard Forck verwies auf seine wunderbaren Qualitäten an so vielen Abenden. (...) Dezent und charmant streifte "Margarete" Katrin Hansmeier durch den Saal mit ihren von Rainer Lepuschitz fein formulierten Geschichten. (u.st.)


Mit den Konzerten im Spanischen Saal kehrte die Musik vergangener Epochen nach Ambras zurück: Lieder des Mittelalters, als hier noch eine Burg stand, Tänze der Renaissance, als hier das Schloss erbaut wurde. Und dazu kommen barocke und klassische Musikschätze, die während der vergangenen 50 Jahre bei den Ambraser Schlosskonzerten gehoben wurden. Zur Geburtstagsgala steigt Margarete von Tirol aus ihrem Porträtgemälde in den Saal und lässt mit einem Sängerpaar und der Akademie für Alte Musik Berlin noch einmal einige der schönsten Programmpunkte aus einem halben Konzertjahrhundert im Spanischen
Saal lebendig werden. (Festwochen)

Programm:

Anonym (Volkslied)
„Wenn ich ein Vöglein wär“

Neidhart von Reuental (um 1180–1240)
„Meie, dîn liehter schîn“ (aus: Sterzinger Liederhandschrift)

Oswald von Wolkenstein (1377–1445)
„Du ausserweltes schöns mein herz“

Ludwig Senfl (ca. 1490–1543)
Fantasia a 3 (aus: Trium Vocum Carmina,
Hieronymus Formschneider, Nürnberg, 1538)

Johann Steuerlein (1546–1613)
„Mit Lieb bin ich umfangen“ (nach dem Ambraser Liederbuch 1582)

William Byrd (1543–1623)
„Ah silly soule“, „Though Amaryllis dance in green“

John Dowland (1563–1626)
„In darkness let me dwell“

Henry Purcell (1659–1695)
Chaconne g-Moll, „Music for a while“

Biagio Marini (1594–1663)
„Sonata Sopra la Monica“ für zwei Violinen und Basso continuo

Francesco Cavalli (1602–1676)
„Misera, ohimè ch’ascolto? – Ahi, ch’amarezza“. Rezitativ und Arie der Deianira
aus dem 2. Akt der Oper „L’Ercole amante“

Pietro Antonio Cesti (1623–1669)
Sonata (Einleitung) zur Oper „Il pomo d’oro“

Giovanni Bononcini (1670–1747)
Duett „Mai non potrei goder“ von Elisa und Astartus aus der Oper „Astartus“

Georg Muffat (1653–1704)
Suite „Illustres Primitiae“ aus „Fasciculus III. Florilegium Secundus“
Ouvertüre – Gaillarde – Courante – Sarabande – Gavotte – Passacaille – Gigue

Georg Friedrich Händel (1685–1759)
Arie „Fatto è Amor un Dio d’inferno“ des Arsace aus dem 3. Akt der Oper
„Partenope“ HWV 27

Antonio Vivaldi (1678–1741)
Concerto für Oboe, Fagott, Streicher und Basso continuo RV 545
Andante molto – Largo – Allegro molto

Georg Friedrich Händel
Arie „Da tempeste il legno infranto“ der Cleopatra aus dem 3. Akt der Oper
„Giulio Cesare“ HWV 17

Georg Friedrich Händel
Duett „Caro/Bella, più amabile beltà“ von Cleopatra und Cesare aus dem 3. Akt der Oper „Giulio Cesare“ HWV 17