Christoph von Bernuth ist freier Opernregisseur und war von 2010 bis 2014 Operndirektor der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er Künstlerischer Betriebsdirektor, Chefdisponent und Stellvertretender Generalintendant am Oldenburgischen Staatstheater.

Kürzlich erarbeitete er gemeinsam mit dem RIAS Kammerchor, der Akademie für Alte Musik Berlin unter Rinaldo Alessandrini eine szenische Fassung von Purcells The Fairy Queen in der Philharmonie Berlin. Ein denkwürdiger Abend, der Publikum und Presse gleichermaßen begeisterte. Bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci entwickelte und inszenierte er 2014 mit großem Erfolg die Festa Teatrale Der goldene Apfel , ein amüsantes und anrührendes Spiel um eine Barock Operntruppe mit Werken von Cesti, Cavalli, Monteverdi u.a. Im Sommer 2013 präsentierte er bei den Innsbrucker Festwochen die Mozartoper La clemenza di Tito. Zu seinen jüngsten Inszenierungen gehört auch die von Publikum und Presse gefeierte Koproduktion von Il Paride von Giovanni Andrea Bontempi unter der musikalischen Leitung von Christina Pluhar und deren Ensemble L’Arpeggiata 2011 bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci und 2012 bei den Innsbrucker Festwochen. Dort setzte er nach einer in Szene gesetzten Kaffeekantate (Bach)/La serva padrona (Pergolesi) im Jahr 2010 die Reihe von inszenierten Intermezzi mit Telemanns Pimpinone 2011 und La Dirindina von Domenico Scarlatti 2012 fort. Im Sommer 2009 erarbeitete er an der Seite von Alessandro De Marchi, dem neuen Künstlerischen Leiter der Innsbrucker Festwochen, Arianna a Naxos und L’Isola disabitata von Joseph Haydn.

Er ist Mitgründer des jährlich stattfindenden internationalen Gesangswettbewerbes für Barockoper Pietro Antonio Cesti bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, der sich an junge Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Welt richtet. Zusätzlich ist er Mitgründer des jährlichen Projektes Barockoper:Jung, einer szenischen Opernproduktion für junge Sängerinnen und Sänger bei den Innsbrucker Festwochen.

Er arbeitete in über 100 Opernproduktionen mit Regisseuren wie Peter Konwitschny, Willy Decker, George Tabori, Barrie Kosky, Nikolaus Lehnhoff, Jens-Daniel Herzog, Vincent Boussard, Vera Nemirova, Tilman Knabe, Christof Nel und Ursel und Karl-Ernst Hermann. Seine verschiedenen Tätigkeiten führten ihn an die wichtigsten Opernhäuser und Festivals Europas, darunter die Dresdner Musikfestspiele, die Opéra Nationale de Paris, die Schwetzinger Festspiele, das Theater Basel, die Opéra de Montpellier, die Kölner Oper, die Opéra de Lyon, die Dresdner Semperoper, die Festspiele in Aix-en Provence, das Festspielhaus Baden-Baden, das Teatro Real in Madrid und die Scala di Milano.

Von 1997 – 2009 leitete er den Opernbereich der Innsbrucker Festwochen unter der Künstlerischen Leitung von René Jacobs. Er zeichnete für die Planung und Realisierung etlicher Koproduktionen, insbesondere mit der Deutschen Staatsoper Berlin, verantwortlich.

2000 – 2005 engagierte ihn die Hamburgische Staatsoper als Spielleiter an ihr Haus. Neben eigenen Regiearbeiten an der Staatsoper Hamburg, auf Kampnagel Hamburg, bei der zeitfenster Biennale Alter Musik Berlin sowie den Innsbrucker Festwochen, kümmerte er sich als Bewegungsausbilder um die jungen Sänger und Sängerinnen des Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper.

Christoph von Bernuth spricht neben seiner Muttersprache Deutsch fließend Englisch, Französisch und Italienisch. Er wurde in Rochester/Minnesota, USA, geboren und lebt in Köln.